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Richtig Lüften

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Richtiges Lüften des Holzhauses

Ist der Winddichtewert schlechter als 2 braucht man sich über Lüften eigentlich keine Gedanken zu machen. Es wird dann ja bei mittlerem Wind pro Stunde das gesamte Luftvolumen zweimal ausgetauscht.
Altbauten hatten nie Probleme mit feuchten Ecken durch Konvektion. Dort würden wir Löcher im Dach oder der Fassade suchen. In den modernen Häusern, oder auch in "sanierten" Altbauten besonders mit neuen Fenstern kann es zu Feuchtigkeitsproblemen kommen.

In beinahe allen neuen Holzrahmenhäusern des TEAM werden Be- und Entlüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung eingebaut. Man müßte hier eigentlich noch dazu bemerken. Lüftungsanlagen mit Kondenswasserablauf.

Weiter unten nun geht es um richtiges Lüften.

Luftfeuchte im Haus

Mit unseren modernen Häusern ist es wie mit Autos. Die Technik ist aufwändiger geworden als früher. Zwar kann man noch in einem Oldtimer wohnen, die Heizkosten sind aber eher gewöhnungsbedürftig. Wenn nun gedämmt und saniert wird, tauchen jedoch beim Haus viele Probleme auf.

Es ist nicht nur ein Gerücht, das nach Einbau neuer winddichter Fenster plötzlich Schimmelprobleme auftauchen. Und der Mieter, welcher denkt, es hätte Pfusch beim Einbau der Fenster gegeben, stellt am Ende eines Streites fest, das die volle Schuld für Nässe und Schimmel bei ihm selbst liegt, da unzureichend gelüftet wurde.

Nun gibt es die Begriffe absolute und relative Luftfeuchte r.F. die absolute Luftfeuchte (der Gehalt von Wasser in der Luft) ist bei kalten Temperaturen sehr klein. Die absolute Luftfeuchte ist der maximale (100%) Wasserdsampfgehalt von Luft, in g pro qbm. Z. B. bei 20°C eine Menge von 17 g, was nicht viel klingt, aber man muß bedenken, das unsere "normale" Wohnung vielleicht 400 qbm Luft enthält. Auch werden im günstigen Fall große Mengen Feuchtigkeit in den Oberflächen der Wände und Bauteile gespeichert. Bei gesunden Baustoffen, wie Lehm und Holz mehr als bei Metall, Glas oder Plastik. Die gesunden Feuchtepuffer wirken sich positiv aus. Man denke an den Unterschied nach einer Dusche. Ist das Bad mit Fliesen und Glas verkleidet und schlecht gelüftet, kann man überall Wassertropfen und Beschlag finden. Besonders viel bei kalten Oberflächen.
In einem "guten" Bad haben wir Lüftung (optimal mit Wärmerückgewinnung) Fußbodenheizung, eine Holzdecke mit Speicherkapazität, teils Lehmputzwände mit Speicherkapazität und vielleicht sogar eine hypermoderne Glastrennwand als Heizung (es gibt Duschabtrennungen aus gläsernen Heizkörpern). Dann könnte höchstens Ihr Spiegel beschlagen.

Meist sprechen wir im Bauwesen von relativer Luftfeuchte. r.F. = vorhandener Wassergehalt (g/qbm) / Sättigungswert (g/qbm)

Hat die Luft 50% r. Feuchte, so bedeutet das, das sie bis zur Hälfte mit Wasser gesättigt ist. Warme Luft kann mehr Feuchte aufnehmen als kalte, bei 55% r.F. in Wärme empfinden wir Schwüle, hingegen ist diese Sättigung bei 15°C recht angenehm. Die Gewöhnung an diese Verhältnisse ist wichtig.
Bei einem Urlaub auf Oahu waren wir am ersten Tag durch die ungewohnte Feuchte wie erschlagen, schon am nächsten Tag hatten wir uns daran gewöhnt und es stellte kein Problem dar. Deutsche, die auf Hawaii leben, verzichten oft auf Klimaanlagen, weil wir nicht wie viele Amerikaner den ständigen Wechsel von klimatisiertem Inneren mit Außen gewohnt sind.

Je kälter die Außenluft, desto trockener wird sie beim Erwärmen, der Trocknungseffekt beim Lüften ist groß und im Winter müssen wir auch moderne Häuser befeuchten.

Tauwasserprobleme

Jeder kennt den Effekt des Kondenswassers am Bierglas, hier wurde der Taupunkt am Glas unterschritten. Die Brille beschlägt, wenn man bei Kälte in einen warmen Raum kommt. Bei Kunststoffgläsern ist dies schwächer als früher mit Glas.

Die falsche Meinung, nur bei Temperaturen unter 0°C hätten unsere Wohnungen Tauwasserprobleme hält sich hartnäckig, aber merke, es waren KEINE Eiswürfel im Bier !

Wir nutzen gern im Holzbau die Speichermassen der Baustoffe um Feuchtigkeit zu puffern, das ist ein wesentlicher Grund für das Wohlfühlklima im Holzhaus. Neuere wissenschaftliche Untersuchungen haben erwiesen, das die Bauteile nicht sehr dick sein müssen. Pufferung spielt sich nur in den ersten Millimetern der Materialien ab. Sagen wir etwa in den ersten 10 bis 20 mm. Es muß also nicht unbedingt eine dicke Lehmwand sein (diese hat viele andere Vorteile) ein Lehmputz auf Gipsfaserplatte puffert schon sehr gut.
Es steckt im Verhältnis viel mehr Feuchte in den Bauteilen, als in der Luft. Grob kann man von 33% in der Luft und 66% in Bauteilen ausgehen.

Ein Mensch gibt im Ruhezustand 30 bis 60g Feuchte pro Stunde ab.
Ein Wäscheständer (4,5 kg) gibt 95g por Stunde ab.
Je nach Anzahl der Bewohner und ihren Lebensgewohnheiten werden zwischen 5 und 30 Liter Feuchte täglich in einer Wohnung abgegeben.

Wird diese Feuchte nicht durch "richtiges" Lüften oder eine technische Lüftungsanlage abgeführt, wandert sie in die Bauteile. Langsam wandert die Feuchte durch die Wände / Dach und nach Außen. Das ist der Fall bei diffusionsoffener Bauweise und gut ausgeführter Winddichtung.
Versperren Folien oder verkehrte Dämmstoffanordnung diese Diffusion, wird Kondensationsfeuchte als Wasser ausfallen und Schäden verursachen. Nasse Dämmung wirkt nicht, nasse Dachsparren faulen, nasse Tapete schimmelt. Ganz katastrophal wirken sich Fugen in den Bauteilen aus. Zieht feuchte Luft durch Windsog durch wenige Fugen, gelangen sehr große Mengen Wasser an Kondensationspunkten in diese Bereiche.
Diese Problematik ist erst durch genaue Untersuchungen und Blower Door Tests klar geworden. Massive Bauschäden treten bei Neubauten schon nach wenigen Jahren auf. Und man merkt es kaum (höchstens an den Heizkosten) denn die Lüftung funktioniert ja durch Fugen ganz gut und es gibt erst mal keine Schimmelprobleme.

Was ist zu tun ?

Erstens muß mängelfrei gebaut werden !!!
- Einbau von Lüftungsanlagen mit Wärmerückgewinnung.
- Winddichtes Bauen (Wert unter 1,0) ohne einzelne Fugen. Test mit Blower Door und Anemometer oder Thermografie.
- Verwendung diffusionsoffener Baustoffe. Berechnung der Diffusion durch die Wände / Dach (Glaser Diagramm) es ist wichtig, das der Diffusionswiderstandsfaktor der Bauteile von innen nach außen abnimmt, damit die feuchte Luft eher nach Außen diffundieren kann.

Richtiges Lüften

Im Sommer stellt Lüften kein ernstes Problem dar. Natürlich können Fenster in Kippstellung bleiben und Luft zirkuliert. Auch herrschen keine zu großen Temperaturunterschiede, so das mit Tauwasserproblemen zu rechnen ist.

Heikel sind die Übergangszeiten und der Winter.
Optimal verlassen Sie sich auf die Lüftungsanlage in unserem modernen Holzhaus.

Haben Sie nicht, schade.
Buchen Sie unseren Blower Door Test, und sparen massiv Heizkosten. Wir finden die Fugen und Lecks im Haus.

Richtiges Lüften im Winter heißt mindestens 5 x pro Tag etwa 5 bis 10 Minuten Querlüftung. Machen Sie sich eine Tabelle oder ein Blatt und lernen dies 3 Monate lang. Dann klappt es.
Klar, individuelle Gewohnheiten sind zu beachten, die Qualität des Bauwerkes spielt eine Rolle und Sie sollten sich ein Feuchtemessgerät (Baumarkt 10 bis 20 €) anschaffen.

Haben Sie schon Schimmelprobleme ? Wir helfen auch da. Sprechen sie uns an.
Beispielweise sollte bei 0°C Außentemperatur die Feuchte in Wohnungen mit schlechter Wärmedämmung unter 50% betragen. Ist die Wohnung gut gedämmt darf sie über 62% ansteigen, ohne das Sie Angst vor Schimmel haben müssen.


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